B-737max-Debakel

Boeing erzielt Vergleiche mit Familien von Absturzopfern

Boeing hat nach Angaben einer US-Anwaltskanzlei erste Einigungen zur Entschädigung von Hinterbliebenen des Flugzeugabsturzes in Indonesien erzielt.

Klägeranwältin Alexandra Wisner bestätigte am Mittwoch, Vergleiche für 11 der 17 Mandanten ihrer Kanzlei erreicht zu haben. "Ich bin zuversichtlich, dass wir die verbleibenden Ansprüche in naher Zukunft beilegen können." Über die Höhe der Entschädigungen sei Stillschweigen vereinbart worden. Boeing habe bei dem Kompromiss keine Haftung einräumen müssen.

Boeing wollte sich auf Nachfrage nicht äußern. Bei dem Absturz einer Lion-Air-Maschine vom Typ Boeing B-737max8 waren am 29. Oktober 2018 in Indonesien alle 189 Menschen an Bord gestorben. Am 10. März kam es zu einem weiteren Absturz einer baugleichen Boeing-Maschine in Äthiopien, bei dem 157 Menschen ums Leben kamen. Boeing ist inzwischen mit zahlreichen Klagen von Angehörigen von Opfern konfrontiert. Der US-Konzern steht im Verdacht, die B-737max überstürzt auf den Markt gebracht und dabei ihre Sicherheit vernachlässigt zu haben.
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